Conny's Gartentagebuch - Woche 7
Am 22. Mai hatten wir im Seminar Besuch von einer Mitarbeiterin des BUND, die uns einen kurzen Input dazu gab, wie Campusflächen ökologischer und lebendiger gestaltet werden können. Später haben wir mit internationalen Studierenden im Unigarten das bereits angelegte Blumenbeet erweitert und nach den eher beobachtenden und theoretischen Aufgaben der letzten Sitzungen war es schön, diesmal direkt etwas mit den Händen machen zu können. Das Schaufeln und Pflanzen hat sich sehr konkret angefühlt und gleichzeitig nicht nur über Artenvielfalt zu sprechen, sondern wirklich etwas dafür zu tun.
Besonders gut fand ich auch den Austausch in der Gruppe. Der Text aus dem Seminar wirkten dadurch weniger abstrakt, weil wir sie direkt mit dem Ort verbinden konnten, an dem wir gerade gearbeitet haben. Wir sind dabei zu dem Schluss gekommen, dass Boden und Pflanzen nicht einfach nur als freie Fläche betrachtet werden sollte, sondern als etwas, das bestimmte Funktionen erfüllt, da sie einen Zweck für Insekten, für Biodiversität, für das Mikroklima und für die Menschen, die sich dort aufhalten, erfüllen.
Ähnlich wie bei Latour entsteht unser Wissen über Natur nicht einfach so, sondern durch unsere Beobachtungen, Fragen und durch die unmittelbare Arbeit mit dem Boden und den Pflanzen. Was wir aber nicht tun ist, dass wir diese in messbare und ökonomische Werte übersetzen, so wie die Landbanking Group. Das kann sinnvoll sein, weil Natur dadurch sichtbarer und schützenswerter werden kann. Gleichzeitig bleibt am Ende die Frage stehen, ob Natur nicht zu stark vereinfacht wird, wenn sie vor allem über ihren Nutzen oder Marktwert betrachtet wird.
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