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Campusgärtnern
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Emmas Gartentagebuch (Woche 3)

3 Min. Lesezeit ELEmma Leicht (sie/ihr)

Heute war das Campusgärtnern wirklich überaus nett, also wirklich. Ich hatte so viel Spaß. Und ich war total im Hier und Jetzt, danach habe ich mich ganz euphorisch gefühlt, weil es so schön ist, sich ganz auf eine Sache zu konzentrieren und mir sowas eher schwer fällt. 

Es hat sich auch irgendwie genau die Vermutung, die ich hatte, dass man durch diese Arbeit viel schneller mit Menschen in Kontakt kommt und es auf eine Weise sehr schnell verbindet, bestätigt.

Wir haben uns wieder in Gruppen aufgeteilt, ich war mit Juli, Romy, Ari, Alina, Kolja und zwei weiteren Personen nach deren Namen ich leider nicht gefragt habe :( in der Gruppe 5. Unsere Aufgabe war es dann, im Garten direkt neben dem SFG eine Bodenprobe zu entnehmen, Samen, die Oliver am Vortag gekauft hatte, zu verstreuen und anschließend Pflanzen und Zwiebeln einzupflanzen. Über die Pflanzen, Himbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren usw. kamen wir leicht ins Gespräch. Ari weiß wirklich extrem viel! 

Während wir die Pflanzen eingepflanzt haben (sehr langsam, weil wir zwischenzeitlich nur eine Schaufel hatten), haben wir uns unterhalten und uns gegenseitig geholfen. Die Stimmung war wirklich angenehm, ich habe mich sehr wohl gefühlt und es hat mich echt gefreut, dadurch neue Menschen näher kennenzulernen. Währenddessen sind wir auf Ameisen und Regenwürmer gestoßen, über die wir uns dann wiederum auch unterhalten haben. Durch Ari habe ich unter anderem gelernt, dass der vordere Teil des Regenwurms (vor dem leicht-rosa Ring) aus Gehirn usw. besteht und der hintere, längere Teil aus dem Darm. Ich mag`s, dass man durch das Gärtnern so alltägliche Dinge lernt, die ja wirklich interessant sind, aber über die ich in meiner “Bubble” dann irgendwie wirklich nie rede. 

Was ich auch mag ist, dass ich dann irgendwie auch ein bisschen stolz darauf war, ein paar Pflanzen gepflanzt zu haben. Es hat sich auf eine andere, abwechslungsreiche Weise schön angefühlt. 

Zwischenzeitlich waren wir dann gemeinsam in der Mensa essen, ich hatte zum Beginn der Pause aber eigentlich gar nicht so richtig das Gefühl eine Pause zu brauchen, wir wollten eher gerne noch die Pflanze, die wir gerade dabei waren einzupflanzen, zu Ende einzupflanzen.  

Nach der kurzen Pause haben wir direkt weitergemacht. Irgendwann kam die Sonne raus, über die wir uns sehr gefreut haben, weil es davor doch etwas kalt war. Romy kam dann auf die Idee, doch einfach mal die Schuhe und Socken auszuziehen. Das haben wir dann auch gemacht. Wir sind alle zusammen durch den Garten gelaufen und haben unter anderem auch den Barfußpark genutzt. Es war wirklich witzig und albern, ich fand diesen Moment wirklich schön, er wird ganz sicher nicht vergessen werden! 

Wie komisch, dass man den Füßen das Barfußlaufen so selten ermöglicht, obwohl man dadurch doch so viel spürt. Ich kann mir wirklich sehr gut vorstellen, dass sich regelmäßiges Barfußlaufen positiv auf das Gemüt auswirkt! Zusätzlich hat dieses Erlebnis meine Lust auf die Erstellung eines eigenen Barfußpfades nochmal verstärkt. 

Relativ am Ende des Seminars haben wir die frisch gepflanzten Pflanzen mit kleinen Kieselsteinen verziert, vor allem, um sie für Personen, die mähen oder einfach dort unterwegs sind, sichtbar zu machen. 

Auf die Ergebnisse der Bodenproben, die wir nicht mehr alle zusammen besprochen haben, bin ich jetzt sehr gespannt! 


Kommentare (1)

R
Romy Trautzl 17. Juni 2026

Mir hat es auch richtig viel Spaß gemacht die Pflanzen einzupflanzen und das mit dem Barfuß laufen fand ich auch total cool, weil es auch für mich etwas ist, was ich zu selten mache, obwohl es einen total erdet. :)