Gartentagebuch 10.04.
10. April 2026 - Erster Eintrag Gartentagebuch
Der erste Tag des Campusgärtnern war schon gleich sehr ereignisreich. Mit der Begrüßung von Esther und Oliver im Seminarraum und einer ersten Erläuterung, was im Seminar stattfinden wird, habe ich sofort gemacht, dass dieses Seminar anders wird, als Seminare aus vorherigen Semestern. In diesem Seminar geht es um das Anpacken, gemeinsam Dinge bewegen und verändern. Besonders sind mir hier die Worte von Oliver im Gedächtnis geblieben, in denen er meinte, dass es in diesem Seminar auch mal unangenehm werden kann. Bezüglich dessen, wenn wir versuchen, Dinge am Campusleben zu verändern und hier womöglich gleich merken werden, dass wir dann nicht immer in den Vorstellungen des Rektorats handeln und auf lang bestehende Strukturen stoßen werden. Aber genau diese Erlebnisse würden das Seminar nach Oliver ausmachen. Gemeinsam auch mal über scheinbare existierende Grenzen gehen, um gemeinsam Lösungen für die vor uns stehenden Herausforderungen finden. Mit diesen Worten Olivers ist mir klar geworden, dass es in diesem Seminar vor allem um Gemeinschaft geht und diese zu stärken. Hiermit ist die Gemeinschaft im Seminar und unter uns Studieren, die Gemeinschaft auf dem Campus gemeint und hier die Erfahrung zu machen, dass über Gemeinschaft vieles ins Positive verändert werden kann.
Diese Gemeinschaft habe ich auch gleich beim anschließenden Gärtnern im Garten des SFGs gemerkt. Nur durch und mit dem gemeinsamen Anpacken konnten wir in noch nicht einmal 180 min die ganzen Hochbeete und Beete aus dem Winterschlaf holen, frische Erde verteilen und erste Pflanzen einpflanzen. Mir persönlich hat das gemeinsame Gärtnern sehr viel Spaß gemacht. Denn für mich gehört gärtnern seit meiner frühen Kindheit zu einen meiner Lieblingsbeschäftigungen und gegenwärtig mag ich vor allem den Gedanken, mit den bloßen Händen etwas greifbares zu erschaffen, was häufig in wenigen Wochen im Grünen sofort sichtbar ist und eventuell auch noch essbar. Gleichzeitig finde ich es sehr heilsam an einem Garten das Wechseln der Jahreszeiten zu beobachten, zu merken, dass doch in jeder Jahreszeit, was zu entdecken gibt und nach jedem scheinbaren Ende der Pflanzen im Spätherbst es doch ein neues Erwachen im Frühling gibt.
Genau diese Erfahrung, die mir so viel bedeutet, gemeinsam zu machen und dann noch im Unikontext, welcher sonst für mich häufig genau das Gegenteil vom Gärtnern bedeutet. Denn eher, das strikte Arbeiten nach einem vorgegebenen Plan hat mich umso mehr erfüllt.
Mich hat es auch total erfüllt Kommiliton*innen über das Gärtnern zu sprechen und sich auf einer ganz neuen und anderen Ebene kennenzulernen. Hier hat sich schnell herausgestellt, dass alle in irgendeiner Form eine Verbindung zum Gärtnern haben. Diese Erfahrung war unheimlich gemeinschaftsbildend und tat mir sehr gut. Da eine Seite in mir, gedacht hat, dass diese Seite im mir nie im Unikontext an Beachtung geschenkt wird.
Ich glaube, dieses Seminar kann unheimlich heilsam werden, zu merken, was in Gemeinschaft alles geht und wie wir gemeinsam auch unser Leben am Campus verschönern können und Strukturen in gewisser Form verändern können. Denn wir alle bringen ganz viel unterschiedliches förderndes Wissen mit, welches in Summe zu einer wunderschönen gemeinsamen Erfahrung und Aktion heranreifen kann.
Zusammenfassend hat mir der erste Tag des Seminars sehr viel Spaß gemacht und vor allem Hoffnung gegeben, wie viele Dinge sich in Gemeinschaft doch verändern könnten. Ich freue mich sehr, auf all die nächsten Wochen, mit tollen Erfahrungen.
Kommentare (1)
Ich kann mich dem von dir beschriebenen Gemeinschaftsgefühl nur anschließen! Zusammen einen Garten zu planen und auch die Arbeit in unseren kleinen Gruppen finde ich nicht nur sehr bereichernd, sondern wirklich spaßig. Es ist einfach eine tolle Abwechslung, viel in der Natur zu sein und dort sein Seminar zu haben. 🌱