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Gartentagebuch 24.04

3 Min. Lesezeit AMAntonia Millert (Sie/Ihr)

    Freitag, 24. April 2026


In dieser Sitzung haben wir die erste halbe Stunde noch im Seminarraum verbracht. Dort haben wir unsere Samenbomben angefertigt, über die Guerilla-Strategie gesprochen und uns anschließend in etwa 7er-Gruppen eingeteilt. Danach wurde jeder Gruppe ein Standort auf dem Campus zugeteilt, an dem wir unsere Saatbomben verteilen und außerdem Erdproben in Tüten sammeln sollten.

Meine Gruppe war hinten beim Kindergarten der Uni (bei den NW1 etc.). Direkt davor lagen zwei Wiesen, die recht verwahrlost und ausgetrocknet wirkten bzw. einfach sehr wild gewuchert waren und wenig „schönes“ Grün hatten. Dort haben wir dann gemeinsam die Samen verstreut und von beiden Wiesen jeweils eine Erdprobe genommen. Bei der einen Wiese war es relativ „normale“ Erde, also eher dunkel. Bei der anderen Wiese (schräg gegenüber vom Kindergarten) sah es dagegen fast so aus, als sollte dort mal etwas gebaut werden, da die Erde eher wie Bausand wirkte,  also deutlich heller bzw. gelblich im Vergleich zur normalen Erde.

Als wir nach etwa einer halben Stunde wieder zurückgekehrt sind und eine längere Mittagspause gemacht haben, sind wir anschließend direkt in den Campusgarten gegangen. Dort wurden wir in zwei große Gruppen eingeteilt. Ich war in der Gruppe, die die Erdproben untersucht hat. Angefangen hat es damit, dass jeder, der wollte, ein bisschen Erde in den Mund nehmen und dann wieder ausspucken sollte. Dabei wurde unter anderem erklärt, dass man einen hohen Eisengehalt daran erkennen kann, dass die Erde „nach Blut“ schmeckt. Bei sehr viel Eisen ist die Erde auch rötlich gefärbt, wie zum Beispiel in Regionen in Süd Spanien oder Portugal.

Unsere Erdproben wurden dann in Glasbehälter umgefüllt. Zunächst haben wir mit einem Messgerät den pH-Wert bestimmt. Dabei kam bei allen Proben zunächst ein Wert von etwa 7 heraus. Wir haben dann vermutet, dass die Erde eventuell zu locker war, deshalb haben wir das Messgerät nochmal direkt tiefer in die Erde auf dem campus Garten gesteckt, dort ergab sich dann eher ein Wert von etwa pH 5.

Danach wurde in jede Probe etwas Wasserstoffperoxid gegeben. Nach kurzer Zeit (ca. 1–2 Minuten) konnte man beobachten, wie die Erde anfing zu schäumen, es bildeten sich Blasen und kleine „Löcher“. Anschließend haben wir die Proben wie in einem Ranking angeordnet: von denen, die stark geschäumt haben, bis zu denen, die kaum reagiert haben. Aus unseren Beobachtungen konnten wir schließen, dass die Böden, die besonders sandig geschmeckt haben, im Ranking eher weiter hinten lagen, also weniger geschäumt haben. Daraus lässt sich ableiten, dass diese Böden trockener sind als die, die stärker reagiert haben.


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