Universität Bremen
Campusgärtnern
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Gartentagebuch 24.04.2026

2 Min. Lesezeit Paulina (sie/ihr)

Diese war schon die dritte Sitzung vom „Campusgärtnern“ und es ging wieder aktiv zu. Bevor wir Bodenproben untersucht und weitere Pflanzen eingepflanzt haben, wurden erstmal verschiedene Plätze mit Samenbomben ausgestattet und analysiert. Ich fand es wieder interessant zu sehen, welche Ideen im Rahmen des Garten-Seminars entstanden sind- sei es zum Thema „Erde“, ihrer Bedeutung und der gustatorischen Wahrnehmung ihrer beziehungsweise ihrer Konsistenz oder auch zur weiteren Entwicklung der Prüfungsleistung. Ich mag die Idee der Samenbomben und hoffe, aus ihnen wird etwas. Durch das Verteilen dieser war ich heute schon wieder an einem Ort, den ich vorher nicht kannte, was interessant war.

Spannend finde ich auch Gedanken zur Bedeutung von Erde und Boden, die Verbindung zum Zweiten Weltkrieg mit der Zuführung ukrainischer Ernten an die deutsche Wehrmacht und Bevölkerung, wie Oliver uns erklärte, meine sofortige Assoziation des Ausdrucks beziehungsweise der nationalsozialistischen Ideologie „Blut und Boden“ , die bestimmte Menschengruppen bestimmten Siedlungsgebieten zuordne (wieder der Beweis, dass alles politisch ist), den Unterschied zwischen nährstoffarmem und nährstoffreichem Boden und die Tatsache, dass Boden „Gewalt angetan“ wurde/wird, indem er umgegraben wird, um den Frost zu überstehen. Die Fläche rund um den Kindergarten, um die meine Gruppe sich gekümmert hat, kam mir sehr trostlos vor, obwohl dort wohl mal was angepflanzt worden war. Das fand ich schade, vor allem, da mein eigener Kindergarten damals sehr grün und bepflanzt gewesen war. Ich bin sehr gespannt auf die Erzählungen der anderen Gruppen übernächste Woche, da ich kaum mitbekommen habe, was dort vor sich ging. Was mich auch gefreut hat, war, dass sich unserer Kinderbuch-Idee weitere Menschen mit neuen Ideen angeschlossen haben. Die Tatsache, dass wir jetzt alle unsere Ideen miteinander teilen und uns austauschen können, motiviert mich sehr, und ich hoffe, dass wir trotz der begrenzten zeitlichen Kapazitäten am Ende etwas Tolles auf die Beine gestellt bekommen. Ich freue mich auf den weiteren Prozess.

 

Kommentare (1)

N
Nefeli Karakla 1. Juni 2026

Ich fand es grad super spannend zu erfahren was du und andere an dem Tag gemacht habt, weil ich selber nicht da sein konnte. Ich finde die Ideen zu Boden und Krieg sehr interessant und wünschte mehr Menschen würden ihr Bewusstsein in Bezug auf Boden und Natur stärken. Ich habe zudem noch nichts von der Kinderbuch-Idee erfahren, aber das klingt schonmal sehr süß!