Gartentagebuch 29.05
In der heutigen Sitzung haben wie uns mit ein paar Grundlagen des Gärtnerns beschäftigt. Folgendes haben wir besprochen:
Ziel
des Gärtnern ist es meistens Beispielsweise gesund schmeckende
Früchte zu haben. Dazu muss die Welt von einer neuen Perspektive
betrachtet werden, die näher an dem Boden ist
und die Natur somit, in den Fokus rückt.
In
der heutigen Sitzung versuchen wir demnach den Boden und die Pflanzen
zu verstehen.
Grafiken
aus dem Buch "biologisch gärtnern".
Die
Wurzeln der Pflanzen reichen tief in den Boden hinein, in den letzten
Wochen sind wir gerade mal bis zu den ersten Schichten, wie der
Abbauschicht vorgedrungen. Böden sind tausende Jahre alt und
erzählen eine Geschichte, teilweise können wir gar nicht
einschätzen wie sehr er bereits, auch von uns Menschen geschädigt
wurde.
Der Boden in seiner Gesamtheit ist am Beispiel von Latour ein Netzwerk das miteinander agiert.
Der
Boden anhand von dem Beispiel der menschlichen Haut, Haut als größtes
und unoffensichtliches Organ des Menschen und der Boden als größtes
unoffensichtliches Organ der Erde.
Verschieden
Pflanzenarten benötigen verschiedene Dinge. Starkzehrer sind
Beispielsweise Nachtschattengewächse, Kartoffeln oder auch Kohl und
benötigen viele Nährstoffe und Stickstoffs.
Mittelzehrer
wie Möhren, Zwiebeln oder Rote Bete benötigen etwas weniger
Nährstoffe.
Schwachzehrer
wie
Kräuter und Salate, benötigen die wenigsten Nährstoffe.
Das
ist relevant zu wissen um zu entscheiden wo man welche Pflanzen
anpflanzt. Wenn man zu viele Starkzehrer zu häufig an der selben
Stelle anpflanzt, werden die Nährstoffe in
der Erde
immer weniger. Tomaten sind ein Sonderbeispiel, obwohl sie
Starkzehrer sind, kann man sie Jahr auf Jahr immer wieder an der
selben Stelle pflanzen. Dieses Prinzip des wechselnden anpflanzens,
nennt man Fruchtwechsel. Der Boden wird so nicht zu sehr ausgebeutet
und bekommt regelmäßige Pausen, um
Humus
und neue Nährstoffe zu bilden.
Pflanzen
kann man auch in sogenannten Mischkulturen anpflanzen, hier werden
nicht die selben Pflanzen auf eine Stelle gepflanzt, sondern sie
wechseln sich ab. Die unterschiedlichen Pflanzen helfen sich somit
gegenseitig beim wachsen. Das Milpa
Beet ist ein Beispiel für die Grundidee in der drei Pflanzen
miteinander kombiniert werden. Bohnen, Mais und Kürbis ist ein gutes
Beispiel für eine Mischkultur. Mischkulturen sollten sich im Boden
nicht zu sehr in den Weg kommen, an der Luft können sie sich mit
ihren Ausdünstungen begünstigen.
Die
Bohnen ranken hoch in die Sonne, der Mais hat lockernde Wurzelarten,
was gut für den Boden ist. Kürbispflanzen
bedecken mit ihren großen Blättern dem Boden, dadurch wird
Feuchtigkeit besser im Boden gespeichert. Die schwachzehrer Bohne
kann Dünger, in Form von Stickstoff produzieren, was dem Mais und
dem Kürbis zu Gute kommt. Bei dieser und vielen weiteren
Mischkulturen muss man allerdings darauf achten, dass alle Pflanzen
noch genug Licht bekommen.
Nach der Pause haben wir gemeinsam ein Kapitel aus dem Roman "Wilde Erbsen" gelesen. Daraufhin haben wir uns noch um unseren Garten gekümmert. Wir haben mit der Basis unseres neu erlangten Wissens Gemüse angepflanzt und alle Pflanzen gegossen.
Kommentare (2)
Das klingt nach tollen und hilfreichen Input. Leider konnte ich letzte Stunde nicht dabei, aber so habe ich jetzt einen guten Überblick über euer gesammeltes Wissen und dem Input.
Tolle Zusammenfassung! Ich fand den Input wirklich sehr hilfreich, weil ich vorher auch kaum Wissen über das Gärtnern hatte. Die Grundbegriffe und ihre Bedeutung zu kennen, finde ich schon mal einen super Startpunkt und ich freue mich schon darauf, unser neues Wissen in die Tat umzusetzen! Ich selbst habe nach der letzten Sitzung beschlossen bei mir aufm Balkon Lavendel anzupflanzen 🪴