Universität Bremen
Campusgärtnern
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Gartentagebuch 29.05

3 Min. Lesezeit MMilla (sie/ihr)


In der heutigen Sitzung haben wie uns mit ein paar Grundlagen des Gärtnerns beschäftigt. Folgendes haben wir besprochen:


Ziel des Gärtnern ist es meistens Beispielsweise gesund schmeckende Früchte zu haben. Dazu muss die Welt von einer neuen Perspektive betrachtet werden, die näher an dem Boden ist und die Natur somit, in den Fokus rückt.
In der heutigen Sitzung versuchen wir demnach den Boden und die Pflanzen zu verstehen.

Grafiken aus dem Buch "biologisch gärtnern".

Die Wurzeln der Pflanzen reichen tief in den Boden hinein, in den letzten Wochen sind wir gerade mal bis zu den ersten Schichten, wie der Abbauschicht vorgedrungen. Böden sind tausende Jahre alt und erzählen eine Geschichte, teilweise können wir gar nicht einschätzen wie sehr er bereits, auch von uns Menschen geschädigt wurde.


Der Boden in seiner Gesamtheit ist am Beispiel von Latour ein Netzwerk das miteinander agiert.

Der Boden anhand von dem Beispiel der menschlichen Haut, Haut als größtes und unoffensichtliches Organ des Menschen und der Boden als größtes unoffensichtliches Organ der Erde.

Verschieden Pflanzenarten benötigen verschiedene Dinge. Starkzehrer sind Beispielsweise Nachtschattengewächse, Kartoffeln oder auch Kohl und benötigen viele Nährstoffe und Stickstoffs.
Mittelzehrer wie Möhren, Zwiebeln oder Rote Bete benötigen etwas weniger Nährstoffe.
Schwachzehrer wie Kräuter und Salate, benötigen die wenigsten Nährstoffe.
Das ist relevant zu wissen um zu entscheiden wo man welche Pflanzen anpflanzt. Wenn man zu viele Starkzehrer zu häufig an der selben Stelle anpflanzt, werden die Nährstoffe in der Erde immer weniger. Tomaten sind ein Sonderbeispiel, obwohl sie Starkzehrer sind, kann man sie Jahr auf Jahr immer wieder an der selben Stelle pflanzen. Dieses Prinzip des wechselnden anpflanzens, nennt man Fruchtwechsel. Der Boden wird so nicht zu sehr ausgebeutet und bekommt regelmäßige Pausen, um Humus und neue Nährstoffe zu bilden.

Pflanzen kann man auch in sogenannten Mischkulturen anpflanzen, hier werden nicht die selben Pflanzen auf eine Stelle gepflanzt, sondern sie wechseln sich ab. Die unterschiedlichen Pflanzen helfen sich somit gegenseitig beim wachsen. Das Milpa Beet ist ein Beispiel für die Grundidee in der drei Pflanzen miteinander kombiniert werden. Bohnen, Mais und Kürbis ist ein gutes Beispiel für eine Mischkultur. Mischkulturen sollten sich im Boden nicht zu sehr in den Weg kommen, an der Luft können sie sich mit ihren Ausdünstungen begünstigen.
Die Bohnen ranken hoch in die Sonne, der Mais hat lockernde Wurzelarten, was gut für den Boden ist. Kürbispflanzen bedecken mit ihren großen Blättern dem Boden, dadurch wird Feuchtigkeit besser im Boden gespeichert. Die schwachzehrer Bohne kann Dünger, in Form von Stickstoff produzieren, was dem Mais und dem Kürbis zu Gute kommt. Bei dieser und vielen weiteren Mischkulturen muss man allerdings darauf achten, dass alle Pflanzen noch genug Licht bekommen.



Nach der Pause haben wir gemeinsam ein Kapitel aus dem Roman "Wilde Erbsen" gelesen. Daraufhin haben wir uns noch um unseren Garten gekümmert. Wir haben mit der Basis unseres neu erlangten Wissens Gemüse angepflanzt und alle Pflanzen gegossen.

Kommentare (2)

N
Nele Gehrmann 2. Juni 2026

Das klingt nach tollen und hilfreichen Input. Leider konnte ich letzte Stunde nicht dabei, aber so habe ich jetzt einen guten Überblick über euer gesammeltes Wissen und dem Input.

I
Insa Wienbeuker 2. Juni 2026

Tolle Zusammenfassung! Ich fand den Input wirklich sehr hilfreich, weil ich vorher auch kaum Wissen über das Gärtnern hatte. Die Grundbegriffe und ihre Bedeutung zu kennen, finde ich schon mal einen super Startpunkt und ich freue mich schon darauf, unser neues Wissen in die Tat umzusetzen! Ich selbst habe nach der letzten Sitzung beschlossen bei mir aufm Balkon Lavendel anzupflanzen 🪴