Gartentagebuch 29.5.
Zu Beginn des Seminars hat Oliver uns viel Wissenswertes über den Boden und dessen Aufbau sowie Pflege erzählt. Beispielsweise muss sich der Anbau von Stark-, Mittel- und Schwachzehrern immer abwechselnd, da der Boden ansonsten zerlaugt und keine Nährstoffe mehr übrig bleiben. Auch lernten wir etwas über Nachbarschaftsverhältnisse von Pflanzen. So erfuhren wir, dass die Tomatenpflanze dem Basilikum ein guter Nachbar ist.
Im Anschluss erhielten wir in unserer Gruppe bestehend aus drei Personen zwei Tüten mit Saatgut. Unsere Gruppe erhielt Feuerbohnen und Rhabarber. Nun sollten wir ein paar Fakten über diese Pflanzen herausfinden. Wann sollen sie ausgesät werden? Sind sie Stark- oder Schwachzehrer? Mit welchen weiteren Pflanzen können sie problemlos gepflanzt werden? Unsere Infos, welche wir recherchiert haben, haben wir in das Etherpad bei StudIP eingetragen. So können alle aus unserem Seminar darauf zugreifen. Wir erfuhren viele spannende Dinge, von denen wir vorher noch nie etwas gehört hatten. Anschließend gingen wir in den Garten. Wir haben angefangen ein neues Beet anzulegen. In diesem soll später Gemüse gepflanzt werden. Dafür markierten wir erstmal die Größe des Beetes und fingen an die Grasnarbe abzutragen. Das war ziemlich anstrengend, allerdings konnten wir uns abwechseln so ging es dann doch ganz gut. Den Boden empfanden wir als sehr trocken, außerdem war er durchzogen von vielen kleinen Steinen. Wir schlossen darauf, dass dieser Ort mit Sand/ Erde aufgeschüttet sein musste. Daher kam die Überlegung auf, Pferdemist als Dung zu verwenden, um den Boden einwenig nährstoffreicher zu machen. Da ich auf einem Pferdehof wohne mangelt es bei uns zu Hause an einer Sache garnicht, nämlich an Mist. Also schlug ich vor zur nächsten Sitzung etwas davon mitzunehmen. Wir arbeiten noch einwenig weiter an dem Beet. Später setzten wir uns alle gemeinsam in einen Sitzkreis und lasen dort das erste Kapitel des Buches „Ways of being. Beyond human intelligence.“. Für mich persönlich war es sehr schwierig den Anderen beim lesen zuzuhören und das Vorgelesene auch zu behalten. Dieses Feedback gaben die anderen nach dem Vorlesen allerdings auch. Dennoch fand ich unsere Runde total nett und entspannend.
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Den Vortrag von Oliver fand ich ebenfalls sehr aufschlussreich. Besonders die anschließende Recherche dazu, welche Pflanzen gut miteinander funktionieren und sich gegenseitig unterstützen können, hat mir nicht nur viele neue Informationen vermittelt, sondern auch wirklich Spaß gemacht. Das Ausheben des Beetes war allerdings auch eine körperliche Herausforderung, besonders, weil die Sonne an diesem Tag sehr stark geschienen hat. Dabei kam auch bei mir die Frage auf, wie die Fläche wohl vorher genutzt wurde und welche Geschichte der Boden bereits hat. Der anschließende Lesekreis war für mich am Ende besser als erwartet. Ich persönlich bin nicht besonders begeistert davon, laut vorzulesen, aber durch die angenehme Atmosphäre und den emotionalen Support durch den Hund einer Seminarteilnehmerin wurde es trotzdem eine schöne Erfahrung.