Gartentagebuch und Update Kinderbuch 18..06.206
Am 19.06. war es sehr heiß, jedoch waren wir in der ersten Hälfte des Seminars in unserem Seminarraum. In diesem Teil des Seminars wurde es ein wenig theoretischer. Anhand von Texten besprachen wir den Begriff des Lebens. Schnell fiel hier auf, dass es sich hierbei um einen breit interpretierbaren Begriff handelt. Wir sprachen zum Beispiel, wann das Leben von Lebewesen vorbei ist und ob es auf diese Frage überhaupt eine klare Antwort gibt. Schnell stellte sich heraus, dass dies gar nicht so leicht zu beantworten ist und vor allem in jeder Wissenschaft anders beantwortet wird, weil diese unterschiedliche Schwerpunkte hat. Eng damit verbunden ist damit auch die Frage, was Lebewesen überhaupt sind. Auch diese Frage konnten wir nicht einheitlich beantworten. Dieses Gespräch fand ich besonders spannend, denn wir dachten in dem Moment über Dinge nach, die wir für uns sonst als komplett selbstverständlich genommen und nicht weiter hinterfragt haben. Damit hat sich für mich wieder gezeigt, was Kulturwissenschaft als Fach auszeichnet. Gesellschaftliche Zustände genauer zu betrachten und vor allem sich zu fragen, wie es dazu gekommen ist, dass diese Dinge und Zustände als selbstverständlich in unserer Gesellschaft gelten. Und vor allem, dass es auf viele Dinge keine einheitliche Antwort gibt.
Im zweiten Teil des Seminars haben wir unsere Umwelt genauer betrachtet und hier in der Praxis in Form einer ethnographischen Übung das angewendet, was wir bereits in der Theorie im ersten Teil des Seminars besprochen hatten. Wir trafen uns im Campusgarten, wo wir uns alle einen Gegenstand aus der Natur aussichten und diesen für insgesamt 20 Minuten versuchten zu zeichnen. Die Gegenstände waren ganz unterschiedlich von Ästen bis ganzen Bäumen. Die Übung brachte mich persönlich sehr runter und entspannte mich dadurch, dass ich mich für eine relativ lange Zeit auf einen Gegenstand konzentrierte. Schnell fiel mir auf, dass mein Gegenstand der Kirschbaum viel mehr Details beinhaltet, als auf den ersten Blick sichtbar. Durch die Übung stellte ich fest, dass dies auch eine gute Übung und Aufnahme bei einer teilnehmenden Beobachtung sein könnte, um Daten zu sammeln. Denn aus der zeichnerischen Perspektive werden ganz andere Dinge wahrgenommen.
Damit stellte auch diese Seminarstunde wieder einen guten Kontrast zur vorherigen Sitzungen dar und hat mir wieder gezeigt, wie vielfältig ein Seminar sein kann.
An unserem Kinderbuch arbeiteten wir an diesem Tag nicht direkt weiter. Für ein Update aus der Woche dient auch Fynns Eintrag vom 18.06.2026.
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