Romys Tagebucheintrag vom 17.04.26
3 Min. Lesezeit RTRomy Trautzl (sie/ihr)
Heute war ich das erste Mal im Seminar, weil ich beim letzten Termin gefehlt habe. Als ich an der Haltestelle angekommen bin, habe ich dort schon Esther und Oliver stehen sehen und nachdem wir vollständig waren, haben wir uns alle gemeinsam auf den Weg zur Wiese gemacht. Dort haben wir Ben kennengelernt, der uns auf der Wiese herumgeführt hat. Für mich hat es sich wieder so ein bisschen angefühlt, wie damals in der Schule, was ein interessantes Gefühl war. Wir sind dann über das große Grundstück gelaufen und Ben hat immer wieder angehalten, um uns ein paar Dinge dort zu zeigen und zu erklären. Ich war dort zum ersten Mal und mir war der Ort zunächst unbekannt, aber er hat mich stark an die Kinder- und Jugendfarm in Habenhausen und den Jürgenshof im Peterswerder erinnert. An beiden Orten sind so wie auf der Wiese regelmäßig Kinder und es werden auch Tiere gehalten. An einem Ort, an dem wir stehen geblieben sind, hat uns Ben etwas über Menschen erklärt, die dort eine Zeit lang gewohnt haben und uns erklärt, dass sich diese Menschen nun ein Stück weiter aufhalten, wo sie geduldet werden. Ich hatte das Gefühl, dass Ben so viele Geschichten über die Wiese kennt und fand es schön mit anzusehen, mit welcher Leidenschaft Ben über diesen Ort erzählt. Außerdem ist bei mir, die Geschichte des Ortes hängen geblieben, der nicht betreten werden darf. Ich meine mich zu erinnern, dass genau dort auch die eben genannten Menschen eine Zeit gelebt haben. Der Ort sah völlig unscheinbar und von der Natur zugewuchtert aus. Ben erklärte uns, dass niemand genau wisse, was dort entsorgt worden sei, weshalb man den Teil der Wiese nicht betreten dürfe. Als wir weitergegangen sind, kamen wir irgendwann zu einem Ziegengehege. Die Ziegen haben uns alle ganz besonders begeistert, weil sie während unseres Aufenthalts mit einander rangelten. Es wirkte, als wollten sie gerne etwas Aufmerksamkeit. Ich fand es lustig den Ziegen zuzusehen. Am Ende waren wir noch an einem Ort weiter hinten, wo der eigentliche Haupteingang war. Dort standen Hochbeete und Ben erzählte uns von freiwilligen Menschen, die dort fleißig Dinge anpflanzen. Wir haben dann noch eine kleine Pause in der Sonne gemacht, auf Paletten gesessen und eine kurze Mittagspause gemacht. Danach haben wir im Plenum gemeinsam darüber gesprochen, was für Projekte man umsetzen könnte, um die Wiese zugänglicher zu machen. Das ist auch von Relevanz, da immer mal wieder im Gespräch ist, die Wiese platt zu machen, um dort ein Industriegebiet hochzuziehen. Das ist natürlich aufgrund von Umweltschutz sehr kritisch zu beäugen. Deswegen haben mir die Ideen auch echt gut gefallen. Am Besten fand ich glaub ich die Idee, dort eine Soliparty zu veranstalten, den Ort durch social media präsenter zu machen und einen Bücherschrank zu eröffnen. Ich bin sehr gespannt, wie wir den Ort die nächsten Stunden noch behandeln werden und freue mich zu sehen, welche Projekte wir dort in die Tat umsetzen werden. Mich hat beeindruckt, dass man theoretisch jederzeit dort hingehen könnte, um etwas Zeit in der Natur zu verbringen und ich das zuvor gar nicht wusste. In Zukunft werde ich den Ort vielleicht mal in einer Freistunde besuchen um vor allem im Sommersemester jetzt Natur zu tanken :)
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