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Zweite Sitzung Wissens-Wiki (22.05.26)

2 Min. Lesezeit Julian Schmidt

Am 22. Mai hatten wir in unserer Seminarsitzung Besuch von einer Mitarbeiterin des BUND. Gemeinsam haben wir darüber gesprochen, wie sich die Grünflächen auf unserem Campus ökologischer und lebendiger gestalten lassen. Besonders spannend war, dass wir einige der vorgeschlagenen Ideen direkt selbst umgesetzt haben.

Eine unserer Aktionen bestand darin, auf einer Wiese mehrere kleine Flächen vom bestehenden Rasen zu befreien. Mit Spaten haben wir Stück für Stück Quadrate ausgestochen und die Grasnarben herausgehoben. Der Boden darunter war fest verwurzelt und schwer zu bearbeiten. Eine anstrengende Arbeit, bei der man den Spruch „Ein Rasen ist das Leichentuch eines Baumes“ plötzlich sehr gut nachvollziehen konnte. Nachdem die Flächen vorbereitet waren, haben wir gesunde Erde aufgeschüttet, damit die Höhe wieder angeglichen wird. Anschließend säten wir eine bunte Samenmischung aus, die Insekten und anderen Lebewesen zugutekommen soll. Zum Schluss wurden die Samen festgedrückt und gründlich gegossen. Jetzt sind wir alle gespannt, wie sich die kleine neue Wildblumenwiese entwickeln wird.

Nach der Aktion gab es erst einmal Mittagessen. Natürlich Fisch, schließlich war Freitag ;)

Nach der Mittagspause beschäftigten wir uns mit dem Thema Boden und seiner Bedeutung für Mensch und Natur. Dabei sprachen wir über Kreisläufe des Lebens, die besondere Rolle von Erde als Grundlage allen Lebens und über die Moorgebiete in Bremen, deren Trockenlegung große ökologische Folgen hat. Anschließend diskutierten wir kritisch die Kommerzialisierung von Boden. Viele sahen es problematisch, dass Natur vor allem nach wirtschaftlichem Nutzen bewertet wird, und hinterfragten, ob Unternehmen tatsächlich aus ökologischer Verantwortung handeln oder eher aus Eigeninteresse. Außerdem tauschten wir uns darüber aus, wie Gemeinschaftsflächen besser genutzt und geschützt werden könnten.

Zum Abschluss sammelten wir kreative Ideen, Natur und Tanz miteinander zu verbinden. In kleinen Standbildern stellten wir dar, wie sich die Natur und auch wir Menschen angesichts des Klimawandels fühlen könnten. Insgesamt war es ein spannender und abwechslungsreicher Seminartag, bei dem Theorie und praktische Arbeit eng miteinander verbunden wurden.

Kommentare (4)

O
Oliver Lenz 26. Mai 2026

Ich war Teil der Gruppe, die mit Kata von BUND anschließend noch zum Mehrgenerationenpark gegangen ist. Wir haben uns diese Woche ja etwas weniger um unsere eigenen Projekte gekümmert und mehr zugehört und angepackt. Es war auf jeden Fall sehr interessant zu hören, was Ihre Ideen waren. Ein Blühstreifen neben dem Gehweg und gute Schilder scheinen wohl aber immer die Lösung zu sein. Dabei braucht man auch echt nicht viele Samen, um mehrere Quadratmeter zu bepflanzen und auch geldtechnisch sollte das alles locker hinhauen. Da der Park sehr viel Sonne ausgesetzt ist, sollte man aber aufpassen, was man anpflanzt. Ich freue mich jedenfalls, wenn das Projekt dort ins Rollen kommt, vor allem wenn man auch einen Naschbereich einrichten kann und die tobenden Kinder noch was über Pflanzen und Beeren lernen können.

M
Maya Kunz 27. Mai 2026

Ich fand es diese Woche besonders spannend, dass wir nicht nur über Gestaltung, Theorie oder unsere Projekte gesprochen haben, sondern direkt selbst praktisch angepackt haben. Gerade beim Ausstanzen des Rasens hat man nochmal anders gemerkt, wie "unnatürlich“ so eine gepflegte Wiese eigentlich ist und wie viel Arbeit dahinter steckt, wieder Raum für andere Pflanzen zu schaffen. Gleichzeitig hatte die Arbeit draußen auch etwas sehr Gemeinschaftliches, weil alle zusammen angepackt haben, was ich generell das schöne an diesem Seminar finde: Gemeinsames Brainstorming wird ergänzt von gemeinschaftlichem Anpacken.

J
Johanna Herberts 2. Juni 2026

Ich fand es cool, mal eine Perspektive von außerhalb zu bekommen. Natürlich ist es super, sich Dinge selbst zu erarbeiten und anzueignen, aber Katharinas Input war wirklich wertvoll und auch ein bisschen notwendig - ohne ihre Tipps und Vorschläge hätten wir bestimmt einiges nicht berücksichtigt. Auch war es spannend, sich u.a. über den Zeit-Artikel auzutauschen. Während des Lesens wurde ich echt wütend über die Tatsache, dass Menschen es sich herausnehmen, über die Natur zu verfügen und sie als Geldquelle zu benutzen und war froh, dass ich damit anscheinend nicht allein war, da viele in der Runde den Text sehr kritisch sahen und das Geschäftsmodell kritisierten.

P
Paulina Wiegmann 4. Juni 2026

Ich konnte aufgrund meines Jobs diese Woche leider nicht an der Sitzung teilnehmen, finde es aber umso interessanter davon zu lesen, was Katharina für tollen Input gegeben hat. Das Ausstanzen des Rasens klingt sehr interessant und hätte ich definitiv gern mitgemacht … warum man Freitags Fisch essen muss verstehe ich allerdings trotzdem nicht ;)