Unsere Projektwoche - Bericht/Reflexion
Die Projektwoche in Zusammenarbeit mit dem Bürgerpark bot für uns die perfekte Möglichkeit, um unsere bisher vor allem theoretische Arbeit und den gemeinsam geschaffenen Plot durch Praxis zu erweitern. Die Arbeit mit Kindern, die für die Entstehung eines Kinderbuchs unumgänglich ist, brachte neue Perspektiven und Ideen ein, die wir alleine so nicht hätten umsetzen können. Umso schöner ist es, dass wir die Möglichkeit der Kooperation wahrnehmen durften.
Montag, 06.07.2026, und Dienstag, 07.07.2026
Am Montag begann die Projektwoche. Jeden Tag waren je zwei aus unserer Kinderbuch-Gruppe vor Ort, um die Leitung Julia zu unterstützen. An den ersten beiden Tagen ging es erstmal darum, ein grundsätzliches Gefühl für verschiedene Zeichen- und Maltechniken zu bekommen. Dafür hatte Julia verschiedene Malutensilien und Aufgaben vorbereitet, um die Kinder an die Techniken heranzuführen. Experimentiert wurde mit Acryl und Aquarell.
Mittwoch, 08.07.2026
Die Tage zuvor wurden ja die verschiedenen Maltechniken (Acryl und Aquarell) von Julia erklärt, gemeinsam ausprobiert und geübt. Deshalb wurden uns zu Beginn des Tages zunächst die entstandenen Ergebnisse gezeigt, um uns noch einmal mit den unterschiedlichen Techniken vertraut zu machen.
Wir starteten bereits um 8:30 Uhr, um gemeinsam mit Julia letzte Vorbereitungen zu treffen, bevor die Kinder um 9:00 Uhr ankamen. Da an diesem Tag die Gestaltung der Illustrationen für unser Kinderbuch beginnen sollte, sind wir zunächst gemeinsam mit den Kindern durch den Bürgerpark gegangen. Anders als ursprünglich geplant haben wir die Geschichte nicht komplett an einem Stück vorgelesen, sondern sind die einzelnen Schauplätze der Geschichte direkt im Park abgelaufen. An jeder Station haben wir die entsprechende Szene vorgelesen und anschließend gemeinsam mit den Kindern besprochen, wie diese bildlich umgesetzt werden könnte. Dabei haben wir darüber gesprochen, welche Tiere vorkommen, welche Elemente auf dem Bild zu sehen sein sollten und wie die jeweilige Szene gestaltet werden könnte. Nachdem wir die gesamte Geschichte auf diese Weise gemeinsam durchlaufen hatten, gab es zunächst eine kurze Pause. Anschließend begann der kreative Teil des Tages. Mithilfe der zuvor kennengelernten Maltechniken und der Erklärung/ Vorlage von Julia gestalteten die Kinder unter unserer Anleitung die verschiedenen Tiere, die später als Illustrationen in unserem Kinderbuch verwendet werden sollten.
Donnerstag, 09.07.2026
Am zweiten Projekttag lag der Schwerpunkt auf der Gestaltung der verschiedenen Schauplätze der Geschichte. Julia hatte dafür im Vorfeld unterschiedliche Vorlagen und Maltechniken vorbereitet, um den Kindern den Einstieg zu erleichtern. So waren beispielsweise einzelne Elemente, wie die Melchersbrücke, der Kobel des Eichhörnchens oder die Bank im Fichtenhain, bereits auf Papier vorgedruckt und konnten von den Kindern individuell ergänzt und ausgestaltet werden. Zu Beginn teilten wir die Kinder in Gruppen ein, sodass jede Szene zunächst zweimal gestaltet wurde und wir später eine Auswahl an Illustrationen hatten. Nachdem alle ihr erstes Bild fertiggestellt hatten, konnten sich die Kinder frei für eines der drei Motive entscheiden und weitere Bilder gestalten. Dadurch entstand eine große Vielfalt an Illustrationen und damit auch individuelle Interpretationen der einzelnen Schauplätze! Am Ende des Vormittags hatten wir dann zahlreiche gelungene Bilder, die als Illustrationen für unser Kinderbuch genutzt werden konnten.
Freitag, 10.07.2026
Mit dem Freitag brach schon der letzte Projektwochentag an. Auch dieses Mal trafen wir uns wieder um 8:30 Uhr für eventuelle Vorbereitungen, bis die Kinder kamen, doch es gab nicht viel zu tun. Der Plan für den Tag sah, weil die Illustrationen von den Kindern bereits in den vergangenen Tagen fertiggestellt worden waren, so aus, dass nach der Finalisierung der Bilder des Vortrags nun die Bilder für die Geschichte mit den Kindern ausgewählt und manuell in die richtige Reihenfolge gebracht werden sollten. Dafür war es uns wichtig, dass von jedem Kind mindestens ein Bild für die Geschichte genutzt wird und sie ihre Meinung dazu äußern dürfen, ob das Bild zu der entsprechenden Textstelle passt oder nicht. Außerdem waren es die Kinder, die die ausgeschnittenen Tiere erstmals auf den Bildern platzierten und uns so eine erste Idee und ein erstes Gefühl gaben, wie das fertige Buch später aussehen könnte. Im Anschluss hatte Julia noch ein Spiel vorbereitet, für das die Kinder ihre eigenen Würfel basteln konnten, Diese Würfel wurden dann genutzt, um verschiedene Körperteile eines Fantasiewesens zu würfeln, die skizziert und anschließend mit Acrylfarbe auf eine kleine Leinwand gemalt werden sollten. Bis sie abgeholt wurden beziehungsweise gehen durften, haben die Kinder dann noch weiter gemalt oder getobt.
Es hat uns allen viel Spaß gemacht, mit den Kindern zu arbeiten und Teil der Projektwoche sein zu dürfen, und wir freuen uns, dass das gemeinsame Projekt nun erfolgreich abgeschlossen werden konnte!